Essen ist wichtig
Hansa! Auch nach dem letzten Auftritt gegen den SV Wehen, der nicht allzu euphorisch verfolgt wurde, hieß es mal wieder Auswärtsfahrt (und Auswärtssieg?). Die letzten Spiele auswärts waren bekanntermaßen wirklich ordentlich und konnten zuletzt auch immer gewonnen werden. Heute sollte es für uns dann nach Köln gehen. Leider nicht gegen den Effzeh, sondern gegen die Lütten aus der Nachbarschaft, nämlich zur Viktoria.
Gegen 7 klingelte bei mir der Wecker und halb 9 war Treff angesagt. Nachdem dann der erste Mitfahrer in der Stadt eingesackt wurde, ging es auch schon zum Treffpunkt. Essen und Trinken waren zu Hauf eingepackt, jedoch haben wir uns auch zusätzlich noch dafür entschieden, den Tag ein wenig auszudehnen, dazu aber später mehr.
Nachdem wir dann fix das Gefährt gewechselt haben, ging es aus der Hansastadt auch schon los gen Westen. Relativ kurz vor der Grenze wurde dann auch der letzte Verstrahlte eingepackt und so ging es dann mit einer bekloppten, aber liebevollen Besatzung los. Die Fahrt an sich verlief super entspannt und man konnte nach der einen oder anderen Essenspause, wo Speis und Trunk vernichtet wurden, auch schon NRW erreichen. Wir haben uns an dem Tag dann aber zu einem verspäteten Mittagessen entschieden und haben beschlossen, uns im Pott mit einem Taxiteller zu belohnen. In Dortmund angekommen mussten wir dann feststellen, dass unser eigentliches Reiseziel wohl dicht gemacht worden war.

Wie dem auch sei. Wir fanden dann recht schnell ein Ausweichrestaurant und steuerten dieses an. Vor Ort wurden dann drei Taxiteller geordert. Einer von uns entschied sich für eine kleinere Mahlzeit. Unser Essen war dann auch relativ schnell zubereitet und so konnte der Schmackofatz beginnen. Vom Kritiker der Runde (mir selbst) gab es 5/5 Fischbrötchen und das mächtige Gerät wusste auf jeden Fall sehr zu gefallen und auch maximal zu sättigen. Muss man denen da lassen, da haben die sich schon was richtig Geiles einfallen lassen.
Nachdem wir dann fertig waren, hieß es für uns einmal zurück zum Auto rollen und dann auf nach Köln, ins Stadion. Vor Ort wurde sich dann dazu entschieden, in der Nähe einen Parkplatz anzusteuern. Die restlichen Meter wurden dann zu Fuß hingelegt. Nach circa 15 Minuten Fußmarsch erreichten wir dann das riesige Stadion und nachdem dann auch die letzte Ticketsituation geklärt wurde, ging es auch schon rein.
Ein wichtiger Protest!
Die Stimmung an sich war vor dem Spiel noch gut, jedoch roch das Ganze schon irgendwie von Anfang an nach einem etwas anderen Erlebnis als zuletzt. Naja, mal schauen was wird. Relativ fix ging es dann auch schon los und der Anpfiff ertönte, wobei hier nochmal die ersten 30 Sekunden des Spiels erwähnt werden müssen. Denn diese standen ganz im Zeichen des Protests. Das Spiel auf dem Platz ruhte, um auf die aktuelle Situation rund um die Regionalligen und die Aufstiegsregelung aufmerksam zu machen. Kompassmodell jetzt!
Ein katastrophaler Spielverlauf
Dann legten beide Mannschaften aber doch noch los und unsere Kogge kam schonmal gar nicht gut ins Spiel. Viktoria wirkte in der Anfangsphase wirklich stark und wir kamen gar nicht ins Spiel. In der 12. Minute traf Köln dann nach einem Fehler von Bohnert zum 1:0 und man war schonmal mindestens bedient. Egal, weitermachen. Denkste…
Nach 15 Minuten stand es dann 2:0 und die Schießbude der Liga hat mal wieder zugeschlagen. Das zehnte Gegentor im fünften Spiel, is klar…
Danach kamen wir aber auch nicht wirklich besser rein. Viele kleine Fehler, individuelle Aussetzer und ein schlechtes Stellungsspiel haben unser Spiel geprägt. Ich bin kein Taktikexperte, aber da hat tatsächlich Jeder heute erkennen können, dass wir nicht gut waren. Irgendwann ging es dann in die Halbzeit und das war auch gut so. Aus der Kabine kam man dann zumindest mit ein wenig Optimismus, nachdem dann auch vom Trainer drei Mal gewechselt wurde. Nach vorne ging aber weiterhin nicht viel. In der 60. und 64. Minute folgte dann der nächste Doppelschlag von Köln und somit stand es dann 4:0.
Die Stimmung im Block war aber trotzdem gut und man versuchte sich von der aktuellen Leistung der Mannschaft nicht zu sehr runter ziehen zu lassen. Man brachte die Stimmung bis zum Abpfiff durch. Von unserer Mannschaft kam aber weiter bis auf kleine Situationen am Ende nicht wirklich viel.
Verzweifelte Gesangseinlagen
Und somit stehen wir jetzt mit acht Punkten nach fünf Spielen da, wobei man sagen muss, dass da durchaus mehr gehen sollte, wenn man seinen klar formulierten Zielen gerecht werden möchte. Dies war jetzt die erste Niederlage, aber da ist auf jeden Fall nach dann aktuell 12 Gegentoren einiges aufzuarbeiten. Die Mannschaft stellte sich abschließend nochmal den Fans, jedoch ist darüber nicht viel zu sagen. Die Sachen wurden gepackt und somit ging es dann zurück zum Auto. Die Rückfahrt verlief dann sehr entspannt, einige Gesangseinlagen waren noch zu vernehmen (Sorry dafür nochmal) und in Hamburg wartete natürlich nochmal der Schwerlasttransport. Feinde der Bewegung…

Irgendwann gegen 4 Uhr war ich dann aber auch mal zu Hause und somit war auch das nächste Auswärtsspiel abgehakt. Am Mittwoch kommt bereits die Zweite vom VfB ins Ostseestadion und dann werden wir ja sehen wie Trainer und Mannschaft auf die aktuelle Situation reagieren werden. Holt euch Karten, unterstützt die Jungs so gut ihr könnt und arbeitet Mittwoch nicht zu lang, 19 Uhr ist Anpfiff!
Auf geht’s Hansa!
Galigrü, euer Niklas
Anmerkung aus der Redaktion: Nun…wie sich heute, am 15.9.26, herausgestellt hat, geht die Reise der Kogge leider ohne Daniel Brinkmann und Co-Trainer Dirk Flock weiter. Nach umfangreichen Analysen, insbesondere nach der besagten 0:4 gegen Köln, hat sich der Verein dazu entschieden, die beiden Fußballehrer von ihren Aufgaben zu entbinden. Einen weiteren Bericht dazu findet ihr in Kürze auf unserer Homepage.
Galigrü, euer Willem


