Gegen Mannheim mit neuen Impulsen
Besonders auffällig war der gebürtige Waiblinger bei seinem Debüt im Heimspiel gegen den Waldhof aus Mannheim. Hansa lag im eigenen Ostseestadion mit 2:3 zurück, als Trainer Daniel Brinkmann den Offensivspieler in der 60. Minute nach einer etwa zweiwöchigen Hüftverletzung von den Leinen ließ – eine herbeigesehnte Einwechslung für alle Beteiligten. Dajaku benötigte nur wenige Minuten, um sich ins Spiel einzuschalten und war sofort da. Mit seiner Dynamik auf der linken Seite sorgte er immer wieder für Gefahr und brachte zusätzlich einen regelrechten Kreativitätsschub in das Rostocker Angriffsspiel.
Seine wichtigste Sequenz hatte Dajaku in der 76. Minute: Nach einem weiten Abschlag von Keeper Unbehaun erlief der Spielmacher sich auf der linken Seite im Sprintduell den Ball und brachte die Murmel mit einer scharfen Hereingabe gefährlich in den Strafraum. Die Mannheimer Abwehr klärte zur Ecke. Den anschließenden Eckball schlug Dajaku scharf an den ersten Pfosten, wo Innenverteidiger Florian Carstens schließlich verdient zum 3:3 einköpften konnte. Der erste Assist war eingesackt – ein Vorgeschmack für seine Vorliebe für kreative Standards.
Dajaku bringt also ein enormes Tempo mit, sucht den Weg ins Eins-gegen-eins und kann mit seinem rechten Fuß auch aus dem linken Halbfeld brandgefährliche Bälle in den Strafraum spielen. Gerade gegen Mannheim war zu erkennen, dass er Hansas Angriffsspiel nach seiner Einwechslung variabler machte. Statt sich ausschließlich durch die Mitte zu kombinieren, konnte die Kogge wieder verstärkt über die Außenbahnen Druck entwickeln – genau das, was Mannheim der ersten Hälfte mit seinen schnellen Außen so stark gemacht hat.
Insbesondere auf der linken Außenbahn eröffnet ihm seine Beidfüßigkeit mehrere Möglichkeiten: Er kann mit rechts ins Zentrum ziehen, aber ebenso Situationen mit dem linken Fuß lösen, statt sich den Ball erst umständlich auf seinen stärkeren Fuß legen zu müssen. Das macht ihn im Eins-gegen-eins variabler und kann ihm bei schnellen Kombinationen, Pässen und Hereingaben einen entscheidenden Zeitvorteil verschaffen.
Ständiger Unruheherd auch gegen Stuttgart
Auch im DFB-Pokal war die 43 immer wieder an gefährlichen Aktionen beteiligt und war einer der auffälligsten Akteure auf dem Platz. Er bereitete dabei mehrere Szenen über seine linke Seite vor (22., 41.) und zog auch selbst einfach mal ab (62.). Zudem ergänzt er sich mit Stürmer Voglsammer wirklich gut, auch weil die Laufwege zwischen den beiden schon erstaunlich akkurat abgestimmt sind. Es wird sehr spannend zu sehen sein, wie in naher Zukunft (hoffentlich!) das Zusammenspiel mit Emil Holten funktionieren wird, der als Zielspieler nochmal eine ganz andere Qualität auf dem Platz bringen kann. Höchste Zeit, dass der Däne bald wieder fit wird. Jedoch ist eine Sache sicher: Dajaku wird uns noch viel Freude bereiten. Natürlich unter der Voraussetzung, dass der Flügelspieler fortan verletzungsfrei bleibt!

