Wie man die schwache Boxbesetzung in den Griff bekommt!
Boxbesetzung mangelhaft
Mit Juan Perea, Junior Brumado und Kai Pröger verfügt die Kogge über drei Akteure, die bisher vier Mal getroffen haben. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass sowohl Perea, als auch Brumado einen Doppelpack erzielten, verdeutlicht das die Schwäche der Offensive, konstant gefährlich zu sein. Die Sturmspitze des FCH wirkt zumeist verloren. Der entscheidende Aspekt, warum man vorne so harmlos ist, ist die schwache Besetzung der Box.
Die meisten Tore fallen im Strafraum. Entsprechend ist es die Maxime des Offensivspiels, in die Gefahrenzone zu kommen, da dort die Wahrscheinlichkeit am größten ist, dass ein Tor erzielt wird. In den letzten Partien zeigte Hansa die taktische Maßgabe, die schnellen Flügelspieler Ingelsson und Pröger im Halbraum in die Tiefe zu schicken, um so hinter die Kette zu kommen. Wenn man in die nähe des Strafraumes kam, schlug man zumeist Hereingaben. Aber das Zentrum ist einfach schwach besetzt. Meistens hält sich in der Mitte nur ein Spieler auf, der von dann von drei Verteidigern umringt ist. So erzeugt nur wenig Gefahr. Gerade Ingelsson hat als Flügelspieler wenig Drang in die Mitte, Pröger ist einfach nicht kopfballstark und überzeugt eher mit Ball im Fuß. Brumado hingegen ist ein mitspielender Stürmer, der sich am Aufbau beteiligt und sich fallen lässt. Der Weg für ihn in den Strafraum ist unglaublich weit. Gleichzeitig ist er kein Torjäger, dafür aber ein überragender Fußballer. Brumado kann den Ball behaupten, zieht Gegenspieler auf sich und setzt Mitspieler ein. Die Lösung des Problems könnte ein weiterer Offensivspieler sein.

Offensivkräfte entlasten, mehr Gefahr erzeugen
Theoretisch existieren verschiedene Optionen: mit Sarpreet Singh hat man einen Zehner, der Brumado entlasten könnte und sich aktiv am Spiel mit Ball beteiligt. Aber im Spielertyp Brumado ist es einfach verankert, sich fallen zu lassen. Die Lösung, welche mir vorschwebt, ist eine Doppelspitze. Mit Perea hat man hier einen schnellen Stürmer, der Qualitäten im Pressing hat. Doch mir gefällt Wucht persönlich besser. Gudjohnsen wäre hier meine Wahl. Allein durch seine Statur stellt er eine Gefahr bei hohen Bällen dar. Das bedeutet automatisch, dass er Gegenspieler auf sich zieht und mehr Platz für Mitspieler schafft. Als Zielspieler und Fels in der Brandung sorgt er dafür, dass Pröger, Brumado und Ingelsson mehr Raum erhalten. Zudem verfügt auch er über gewisse Abschlussqualität, die er im Hansa-Dress bereits andeutete. Gerade gegen die körperlich unterlegenen Magdeburger würde eine physisch starke Spitze einen Vorteil verschaffen. Brumado könnte man, meiner Meinung nach, sogar etwas zurückziehen und als Zehner oder hängende Spitze auflaufen lassen, sodass er seine Kernqualitäten besser zum Vorschein bringen kann.



