Hervorragende Entwicklung in Gladbach
„Dies ist ein weiterer Schritt auf meinem Weg, aber ganz sicher nicht der letzte. Ich habe noch viel vor“, sagte der damals 20-jährige Naderi nach dem Unterschreiben seines ersten Profivertrags im letzten Herbst bei den Fohlen, wo er in den letzten zwei Jahren eine wirklich erstaunliche Entwicklung unter U23-Trainer Eugen Polanksi nachweisen konnte. Bis 2027 wurde er damals mit einem Vertrag ausgestattet – ein Beweis seines enormen Potentials. Doch nun ist der gebürtige Dresdner hier an der Ostsee und passt damit eigentlich perfekt in das Mannschaftsgefüge der Rostocker.
Ein Torjäger mit Übersicht
Insbesondere seine Größe als Mittelstürmer macht ihn bei anderen Vereinen besonders begehrt. Mit 1,93 Meter besitzt der heute 21-jährige die ideale Höhe, um zugleich als Kopfballungeheuer und Wandspieler die gegnerischen Verteidiger wie ein Magnet an sich zu ziehen. Schon in Gladbach konnte er diese Qualitäten mehrfach unter Beweis stellen, auch wenn es für ihn nie für einen Bundesligaeinsatz gereicht hat. Allerdings machte er in der Regionalliga-West auf sich aufmerksam und schoss in 53 Partien bei bei Gladbach II zehn Tore und bereitete dazu neun vor. Was bei dieser Statistik sofort auffällt, ist, dass er ein absoluter Teamplayer ist und genau weiß, wo sich seine Mannschaftskollegen befinden. In der aktuellen Saison hat er mit einem Tor und einer Vorlage bereits wieder zugeschlagen.
Das Auge für den Raum erlernte er schon früh in der Dresden-Jugend, wo er sich ab 2015 Stück für Stück hocharbeitete. Er durchlief dort der Reihe nach sämtliche Jugendmannschaften, ehe er 2021 nach Abschluss der U19 von Dynamo den Scouts von Gladbach auffiel und ihn schließlich an den Niederrhein lotsten – mit Erfolg, wie sich daraufhin rausstellen sollte.
Ein waschechter Zielspieler
Mit Ryan Naderi hat Hansa endlich den schon so langersehnten Zielspieler verpflichten können, der entweder selber kompromisslos den Abschluss sucht oder auch meistens die nachrückenden Offensiv-Spieler in Szene setzen kann. Nach dem bitteren 0:3 am vergangenen Freitagabend braucht es jetzt genau solche Spieler dieser Art. Mit seiner Größe könnte er zudem das allgegenwärtige Flankenproblem beheben, indem er ‚einfach nur‘ noch den Kopf hinhalten muss. So oder so: Es wird für den noch enorm jungen Spieler viel Verantwortung und viel Neues zukommen.
Es kann ja eigentlich aktuell nur besser werden.


